Unterwegs auf Rollen
Juni 28, 2008 von Andrea • Inline-SkatingUnd zwar in der Nähe von Bitterfeld (also gibt es das doch!?). Dort sollte laut Internet eine tolle Skating-Strecke sein. Und da die Möglichkeiten in Gera doch stark begrenzt sind – nichts wie hin!
- Geparkt hab ich bei der “Villa am Bernsteinsee”, die ich auf wundersame Weise auch sofort gefunden hab (OHNE Navi, OHNE Karte – wie gesagt – ein Wunder!).
- Und dann ging´s los!
- Ich vermisste Schilder.
- Ich lief in eine Sackgasse.
- Ich fand plötzlich ein Schild! Aha! Ich befand mich also nun im Goitzsche Nordic Aktiv Park. Das klingt gut! Mit ausgeschilderten Strecken. “Goitzsche Blading 2″ sollte meine Strecke werden, 39,2 km. Hoher Schwierigkeitsgrad. Wahrscheinlich wegen der Distanz.
- Und nun konnte ich endlich nach Hinweisschildern laufen, ein Glück!
- Durch das “Achtung starkes Gefälle”-Schild ließ ich mich gar nicht beeindrucken. Sind Skating-Strecken nicht immer recht flach??
- Der Anblick des Gefälles nach der Kurve führte ganz intuitiv zu einem kurzentschlossenen Klammergriff an einen auf den Weg hängenden Ast. DA soll ich runter??? Niemals! Ich fühlte mich an meinen ersten Tag im Skiurlaub erinnert, als ich fest entschlossen war, die Ski abzuschnallen, und den Berg runter zu rutschen.
- Aber ich wollte ja skaten – also weiter. Im Schneckentempo. Ich befürchtete, gleich einen neuen Gummibremsklotzstopper kaufen zu müssen.
- Fast unten hat´s mich dann erstmal hingelegt. Prima. Hatte keine Schützer dran – die hätten aber auch nicht geholfen. Hilfreich wäre nur eine stark gepolsterte Windel gewesen. Aber weiter – war ja erst 8 km unterwegs!
- Und dann skatete ich. Und skatete. Und skatete. Es war fast unheimlich einsam! Breite Wege, kaum Leute, glatter Asphalt – toll!
- Nach 25 km erinnerte ich mich an meine Sonnencreme. Zu spät, wie sich später herausstellen sollte.
- Nach 27 km steht da ein Schild mit “Wendepunkt”. Wendepunkt?? Im Kopf hatte ich irgendwas von Rundkurs, aber das war wohl in Irrtum meinerseits. Also zurück.
- Es ist paradox, dass ich sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg ständig das Gefühl hatte, bergauf zu skaten! Das ist nicht logisch!
- Nach 33 km hatte ich kein Wasser mehr im Trinkrucksack. Mist.
- Nach 42 km taten mir so langsam die Beine weh.
- Bei Kilometer 46 musste ich den Berg des Grauens wieder hoch. Dafür gibt es bestimmt auch elegantere Techniken als meine.
- Nach 51 km kam ich wieder am Auto an. War froh, hätte aber durchaus noch weiter skaten können.
Fazit:
- Da fahr ich mal wieder hin!
- Ich nehme mehr Wasser und mehr Essen mit (2 Bananen und ´n Schokoriegel reichen nicht). Und Wundspray vielleicht ;-)
- Ich sollte mich eher eincremen. Sonnenbrand in der Ellbogenbeuge und in den Kniekehlen ist jetzt nicht sooo toll ;-)
- Ein starkes Gefälle ist wirklich ein starkes Gefälle!
- Nach so einer tollen Strecke, hab ich gleich gar keine Lust mehr, in Gera zu skaten…
- Ich weiß immer noch nicht, was nun eigentlich dieses Goitzsche ist. Ein See?? Dieses Gebiet??
- Schade, dass es sowas nicht mehr in der Nähe gibt :-(

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