Paderborner Osterlauf

April 6, 2010  von Andrea  •  Laufen

Ja, nun liegt er hinter mir, mein erster Halbmarathon! Und so war´s:

Vorbereitung

  • Hinter mir liegen insgesamt 28 Trainingseinheiten (davon sagenhafte 16 bei Minusgraden).
  • Das Wetter ist schlecht gemeldet: Alle Online-Wetterdienste sind sich einig, dass es regnen wird.
  • Vor mit liegt ein Rundkurs beim ältesten Straßenlauf Deutschlands, der 2x zu durchlaufen ist.

Organisation

  • Es geht doch nichts über ein eingespieltes Organisationsteam mit klaren Rollenverteilungen:
  • Alexander: Fotograf, moralische Unterstützung, Rucksackträger
  • Marianne: rasende Fahrrad-Reporterin, Organisatorin der Ziel
  • Manfred: Transfer-Service zum und vom Lauf, kulinarische Versorgung nach dem Rennen

Das Rennen

  • Als Starter ganz hinten bekommt man ja den Startschuss oft nur am Rande mit, verbunden mit der Frage “Gilt das jetzt für uns??”
  • Bei Kilometer 0,5 befand ich mich dann ganz hinten im Feld. Und zwar wirklich GANZ hinten. Und bin laut meinem Forerunner sogar schneller als geplant unterwegs!
  • Bei Kilometer 1,0 relativiert sich das Ganze: Ich überhole die ersten Läufer, die durch die Starteuphorie zu schnell angegangen sind. Und manche davon schnaufen schon ganz schön!
  • Bei Kilometer 1,5 überquere ich zum ersten von vier Mal die Eisenbahnbrücke und denke, wenn DAS die Steigung ist, ist das doch nicht der Rede wert ;-)
  • Bei Kilometer 3 gibt es jede Menge Anwohner, die uns lautstark anfeuern, toll!
  • Bei Kilometer 5 sehe ich zum ersten Mal einen Teil des Supportteams: Marianne steht am Rand :-)
  • Bei Kilometer 7 sehe ich zum ersten Mal den zweiten Teil des Supportteams: Alexander fotografiert mich :-)
  • Bei Kilometer 9 werden wir langsamen Enten gebeten, Platz zu machen, denn die Spitzenläufer sind schon auf ihrer zweiten Runde, überholen uns und sind praktisch schon im Ziel. Ein Mitläufer kommentiert das mit “Hey, wir leisten eigentlich viel mehr, denn wir sind ja viel länger unterwegs, und nicht nur einer Stunde!” ;-)
  • Kurz vor Kilometer 10 laufe ich an Marianne vorbei. Die mich allerdings nicht sieht und noch einige Minuten auf mein Vorbeilaufen wartet ;-)
  • Kurz vor Kilometer 11 laufen ist unsere erste Runde beendet, und der Moderator meint gerade, dass jetzt der eigentlich harte Teil kommt, die zweite Runde. Wie motivierend ;-)
  • Ich fühle mich nach wie vor gut, so eine zweite Runde ist doch ein Klacks ;-)
  • Kurz vor Kilometer 12 überquere ich zum dritten Mal die Eisenbahnbrücken, total easy ;-) Zumal ich von einem rennenden Fotografen begleitet wurde – Alexander kam ganz schön ins Schwitzen ;-)
  • Bei Kilometer 15,5 überquere ich zum vierten Mal die Eisenbahnbrücke. Oh Gott – plötzlich kommt sie mir viel steiler vor!
  • Auf den letzten Kilometern bemerken zwei Mitläufer, dass “schon wieder der Stalker” am Straßenrand steht! Alexander als rennender Fotograf fiel offenbar wirklich auf.
  • Ab Kilometer 18 wurde es dann doch mal so richtig anstrengend. Sind die Kilometer vorher regelrecht an mir vorbeigeflogen, wurden die Schritte doch zunehmend schleppender. Aber das Tempo konnte ich halten.
  • Bei Kilometer 20 war ich schon ziemlich platt. So weit war ich noch nie zuvor gelaufen, das machte sich bemerkbar.
  • Das Ziel kam trotzdem glücklicherweise schnell näher – nach 2:16:20 überquerte ich die Ziellinie.
  • Und ich war erstaml richtig enttäuscht. Ziel war 2:15:00 – und da lag ich nunmal drüber!

Nachbetrachtung

  • Mittlerweile bin ich dann doch stolz auf´s Durchhalten :-)
  • Mittlerweile kann ich mich auch wieder halbwegs schmerzfrei bewegen ;-)
  • Ich bin nicht Letzte geworden ;-)
  • Online-Wetterdiensten kann man nicht trauen – es gab perfektes Laufwetter ohne Regen.
  • Ich weiß jetzt endlich, warum oft Vornamen auf die Startnummern gedruckt werden – so können die Zuschauer einen nämlich persönlich anfeuern!
  • Zukünftig werde ich verstärkt darauf achten, dass genügend Läufer mit meinem Leistungsvermögen starten. Da komm ich mir nicht so langsam und einsam vor ;-)
  • Nach dem Halbmarathon ist vor dem Halbmarathon ;-)

Vielen Dank an mein fleißiges Organisationsteam!

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Kommentare:

  • Esther 7. April 2010 um 09:23

    Ich bin so stolz auf dich! 22 Kilometer!!!!! Wahnsinn! und diesmal keinen
    Streifen auf der Stirn vom Sonnenschein ^_^ und das Team scheint dich ja
    wirklich prima versorgt zu haben! Toll! Wann ist der nächste geplant?

  • Matthias 7. April 2010 um 15:12

    Juhu, geschafft, herzlichen Glückwunsch! Und die Zeit ist doch super, damit
    kannst Du jetzt auch locker die 15km beim Kernberglauf mitrennen, ich zähl auf
    Dich :-)

    • Andrea 7. April 2010 um 16:30

      Das Problem beim Kernberglauf ist der BERG-Bestandteil ;-) Aber wir werden
      sehen.

      • Matthias 7. April 2010 um 21:09

        Wer 4mal die Eisenbahnbrücke in Paderborn absolvieren kann, hat auch mit dem
        Anstieg im Pennickental kein Problem ;-)

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