Urlaubsvorbereitung Teil 3 – Essensplanung
August 6, 2009 von Andrea • Lappland 2009Das war nun eine besondere Herausforderung. Besonderen Wert wurde bei der Zusammenstellung der Lebensmittel auf möglichst viel Energielieferung bei minimalem Gewicht und Packmaß gestellt. Man will weder zu viel durch die Gegend schleppen, noch bei einer doch anstrengenden Tour mangels Kraftreserven nicht voran kommen. Zu eintönig wäre auch gar nichts für mich. Und da ich nun absoluter Neuling bin, war es für mich auch sehr schwierig abzuschätzen, was ich nun an Lebensmitteln brauche, um so eine Tour zu meistern.
Im Vorfeld wurden folgende Lebensmittel auf ihre Tauglichkeit getestet:
- Globetrotter Trekkingnahrung: Schmeckt. Wir haben zwei Sorten der dehydrierten Nahrung probiert, da freu ich mich jetzt schon auf die Abendessen.
- Couscous: Nicht schlecht. Kann ich mir aber gar nicht immer zum Frühstück vorstellen. Alexander plant das mit Gemüsebrühe ein, aber morgens esse ich ja lieber süß.
- Müsli: Esse ich ja gern. Nur ohne Milch? Nach dem Test mit Wasser (und etwas Milchpulver) wurde die Müslivariante abgewählt. So starte ich nicht in den Tag!
- BP-5-Notration: Der Weizenriegel, von dem sich ein Mensch vorübergehend vollwertig ernähren kann. Üblicherweise etwa zehn Jahre haltbar. Hab mir angesichts des Produktnamens weiß Gott was schlimmes vorgestellt! Schmeckt aber sehr lecker. Und fördert die Flüssigkeitsaufnahme, ist trocken nicht runter zu bekommen.
- Powerbar-Performance-Riegel: Nicht so mein Ding. Man hat das Gefühl, Kunststoff zu essen. Aber eben gut für den schnellen Energiebedarf.
- Fruchtriegel: Schon viel eher mein Ding. Geben nur nicht so viel Energie.
Die größten Probleme machte die Frühstücksplanung. Als Liebhaber eines reichhaltigen Frühstücksbuffets mit viel Auswahl wurde es letztendlich auch die Outdoor-Variante eines solchen:
- Die Basis besteht aus der Mischung von zarten Haferflocken und Schmelzflocken, ergänzt mit Nüssen und Rosinen als Energielieferanten.
- Diese Mischung kann mit verschiedenen Zutaten von Tag zu Tag anders gestaltet werden.
- Zur Auswahl steht eine Nussmischung, Rosinen, eine Variation aus gewürfelten Trockenfrüchten und getrocknete Cranberries.
- Als besondere Schmankerl kann Kakaopulver, Ovomaltine-Pulver, Honig oder Marmelade (alles fein säuberlich abgefüllt) ergänzt werden.
Und so besteht mein Essenplan pro Tag aus folgenden Komponenten:
Frühstück:
60g Basismischung des Frühstücks
60g zusätzliche Frühstücksbeilagen (Nüsse oder Trockenfrüchte)
etwas Milchpulver
Tagsüber:
2 Riegel BP-5-Notration
1/2 Powerbar-Performance-Riegel
1 Fruchtriegel (Allos oder Viba)
Abendessen:
1/2 Packung Globetrotter Trekkingnahrung
Zusätzlich nach Bedarf:
50g Studentenfutter
30g Schokolade
Zusätzlich kommt ein ganzer Schwung Teebeutel für Pfefferminztee mit. Und als besondere “Specials” gönne ich mir je eine Packung “Süßer Moment” Schokolade und Vanille, eine Instant-Tee-Mischung Chai Latte, einn Beutel Heiße Schokolade und eine Tomatencremesuppe mit Croutons. Man weiß ja nie, wann man sich mal aufbauen muss.
Nach der Zusammenstellung und dem Abfüllen aller Lebensmittel muss ich doch sagen – das sieht nicht sehr viel aus für zehn Tage ;-) Ich bin sehr gespannt, ob ich davon satt werde.

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Hallo Ihr beiden Globetrotter,
beim Lesen der o.g. Testreihe konnte ich mir
angesichts Trekkingnahrung und BP-5-Notration ein Grinsen nicht verkneifen.
Wir
waren zwischen 1983 und 89 fünfmal in rumänischen und bulgarischen Bergen für
mehrere Wochen auf Trekkingtour, ebenfalls mit > 20 kg Rucksäcken. Zu essen gab
es steinhartes, noch vor Ort auf Vorrat gekauftes Maisbrot, Tütennudelsuppen,
als Schmankerl für besondere Tage einige aus der Heimat mitgenommene
Kleinstkonserven und vor allem das alles Essbare vom “Wegesrand”. Also
Früchte und später in Meeresnähe Muscheln jeder Art. Wie “into wild”
hatte mein Freund damals einmal in einem sehr abgelegenem Gebiet wohl etwas
nicht ganz Genießbares gegessen. Da war mir aber anders geworden.
Jedenfalls
scheint dieses heute nicht mehr möglich, außer wenn vielleicht ein
Powerbar-Performance-Riegel schlecht ist.
Viele Grüße aus Zwickau
Volkmar